Sonderveröffentlichung

Tagblatt in der Schule 2026 111 Jahre ein Bad mitten in der Stadt

Die 8. Klassen der Gewerblichen Schule Tübingen besuchten das Uhlandbad und hörten spannende Geschichten aus dem 111 Jahre alten Bad.

Fotos: SWTUE

04.03.2026

Am Mittwoch, 3. Dezember 2025, waren die 8. Klassen der Gewerblichen Schulen im Uhlandbad in Tübingen, wo wir sehr viel über die Geschichte und Technik erfuhren. Zuerst stellten sich die Personen vor, die uns durch das Uhlandbad führten. Sie hießen: Udo Engelmann, Dr. Birgit Krämer und Katharina Brielmann.

Uns wurde am Anfang erzählt, dass das Uhlandbad 1913 erbaut und 1914 – eine Woche vor dem Ersten Weltkrieg – eröffnet wurde. Wir erfuhren auch, dass die Schwimmmeister sicher im Wasser sein müssen, Erste Hilfe leisten, die PH- und Chlor-Werte überprüfen, Dienstplanung machen, die Kassenautomaten beobachten, nach Störungen schauen, Material nachbestellen, sich um die Versicherung kümmern und die Reinigung machen.

Im Technikbereich im Untergeschoss lernten wir, dass dort früher sogenannte Brause- und Wannenbäder waren, die heute als Lagerräume dienen. Wir lernten auch, dass dort acht bis zehn Leute arbeiten, und bei den Stadtwerken insgesamt 600 Leute arbeiten.

Ab Pfingsten ist das Uhlandbad über den Sommer zu. Es gibt hier ungefähr 45.000 Besucher im Jahr, im Freibad rund 300.000 in der Saison. Im Technikbereich gibt es auch Wasserspeicher, die Steuerungstechnik (für die Filter), zwei große Filter, die man zweimal pro Woche rückspülen muss, es gibt auch zwei Pumpen, eine Heizung und mehrere Lager. Die Wassertemperatur beträgt dort 28 Grad. Wir lernten auch einiges über Chlor, die Temperatur, Säure und Wasserspeicher.

Als wir uns die Ausstellung zur Geschichte anschauten, lernten wir, dass das Uhlandbad bei seiner Eröffnung das größte Bad im Umkreis war. Es war auch zum Waschen und Baden gedacht, da die Leute früher keine Badezimmer in den Wohnungen hatten. Früher waren im Uhlandbad auch Dienstwohnungen. Was wir nicht wussten ist, dass Frauen in Tübingen früher nicht schwimmen durften und nur die Badehäuschen am Neckar benutzen durften. Im Uhlandbad hatten sie extra Badezeiten.

Man hatte im ersten Jahr Besucher-Zahlen von 70.000 Leuten. Es wurde auch schon 1913 (vor der Eröffnung) ein Schwimm-Verein gegründet. Das Uhlandbad war auch das „fortschrittlichste und modernste Bad“ in Württemberg. Es hatte auch die neuste Technik, eine Warmwasserleitung vom Gaswerk her, die zwei Kilometer lang war, und das Wasser verlor auf dem Weg nur ein Grad Celsius. Wir erfuhren auch, dass der damalige Eintritt für Erwachsene 40 Pfennig war, für Kinder 20 Pfennig und für Hunde eine Mark (es gab ein Hundebad im Keller!), was sehr viel war, da damals 1,5 Kilogramm Brot 40 Pfennig kostete. Wir lernten auch, dass man damals einen Stundenlohn von etwa 58 Pfennig bekommen hat.

Am Ende bedankten wir uns herzlich für die sehr interessante Führung.
von Antonio Massi 8/2