Am Dienstag, 13. Januar 2026, ging die Klasse 7c aus der Merian Gemeinschaftsschule in Dußlingen mit ihren Lehrerinnen Frau Sindek und Frau Scherer in den Botanischen Garten in Tübingen. Dort erwartete uns um 9.30 Uhr schon Janne in der Grünen Werkstatt, dem Klassenzimmer im Garten. Janne Reinecke arbeitet dort und ist für Schulklassen, Führungen und andere Aktivitäten zuständig. Sie führte uns durch den Botanischen Garten und erklärte viel über die mehr als 10.000 Pflanzenarten.
Obstsalat aus dem Botanischen Garten
Es gibt verschiedene Gewächshäuser, so zum Beispiel das tropische, subtropische und ein Kanarenhaus. Wir konnten uns einige Pflanzen merken, vor allem die, mit denen man einen leckeren Obstsalat machen kann. Dazu gehören Bananen, Papaya, Mango, Ananas, Kokos, Vanille und Cashew. Wir lernten, dass die Vanille auf Madagaskar wächst, aber von den Menschen von Hand bestäubt wird, da es dort keine Tiere gibt, die das machen. Deshalb ist Vanille auch so teuer. Lecker ist auch der Kakao, dessen Bohnen wir sehen konnten. Die Gewürze für die Küche findet man auch im Tropenhaus, wie Zimt, Pfeffer, Chili, Muskatnuss, Ingwer.



Im Tropenhaus sind sogar Frösche, die sich tagsüber verstecken und nur nachts zu sehen und zu hören sind, die sollen sogar richtig laut pfeifen. Das könnte man bei einer Abendführung entdecken, sagte uns Janne.
Gefährliche Pflanzen
Einige Pflanzen sind auch gefährlich, so gibt es fleischfressende Pflanzen wie die Kannenpflanze, die Insekten anlocken und verdauen. Die größte Gras-Art, der Riesen-Bambus hat schon einmal das Dach eines Gewächshauses kaputt gemacht, weil der so schnell wächst und oben zum Dach hinauswuchs. Es wird auch gefährlich, wenn einem eine Kokosnuss auf den Kopf fällt. Es gibt im Botanischen Garten auch Pflanzen, die zu Drogen verarbeitet werden, wir sahen einen Koka-Baum, einen Kola-Baum und die Acerola-Kirsche, die giftig ist. Janne erklärte, dass es im sogenannten Arzneigarten Pflanzen gibt, die einerseits als Arznei wirken, aber auch als Gift krank machen oder töten können. „Die Dosis macht das Gift“, erklärte sie, dies sei ein alter Spruch, der immer noch gilt.


Rekorde der Pflanzen
In der kleinen Pressekonferenz am Ende unseres Besuchs fragten wir Janne Reinecke alles, was wir noch wissen wollten und erstellten so eine kleine Rekordsammlung des Botanischen Gartens: Die größte Pflanze ist ein Mammutbaum, die kleinste eine Wasserlinse. Die wertvollste Pflanze zu finden ist nicht einfach, denn es gibt Liebhaber, die hohe Preise zahlen, sagte Janne. Aber die Sukkulenten, also der Kaktus und solche, die im trockenen Klima leben, die sind oft sehr alt und wertvoll. Die giftigste Pflanze konnte Janne nicht nennen, sie sagte, die Eibe ist sehr gefährlich, da diese in vielen Gärten wächst, schöne rote Beeren hat, aber wenn ein Kind davon drei isst, kann es sterben. Giftig sind auch Maiglöckchen, der Bärenklau und auch Brennnesseln haben ein Gift in ihren Blättern. Zu den schönsten Pflanzen gehören wohl die Orchideen, aber das ist natürlich Geschmackssache, das kann jeder und jede für sich entscheiden.
Es war ein toller Schultag, an dem wir viel lernten. Am Ende bedankten wir uns bei Janne und machten uns auf den Heimweg. Beim Warten auf den Zug konnten wir den zugefrorenen Anlagensee bewundern. Gegen 12.30 Uhr kamen wir in Dußlingen wieder an.