Sonderveröffentlichung

Tagblatt in der Schule 2026 Sitz, Platz, Bleib!

Besucher auf vier Pfoten in Rottenburg - Sitz, Platz und Bleib sind die Grundkommandos für Hunde. Dies alles lernte die Klasse 5c des St. Meinrad Gymnasiums in Rottenburg beim Besuch von Tatjana Fromm und Andrea Schick von den Tübinger Hundefreunden.

Fina setzte sich kurzerhand auf einen Stuhl und mischte sich so unter die Schülerinnen und Schüler.

04.03.2026

Mit dabei waren auch die zwei freundlichen Fellnasen Cookie (Australian Shepherd) und Labradordame Fina, die für Staunen sorgte, als sie sich einfach, wie eine Schülerin, auf den freien Stuhl setzte. Die wichtigste Regel fürs Klassenzimmer: „Sanft streicheln, nicht von vorne über die Nase über die Augen gehen“, betont Tatjana Fromm. Das kann für den Hund bedrohlich wirken.

Australian Shepard Cookie genoss die Aufmerksamkeit und die Streicheleinheiten sichtlich.
Australian Shepard Cookie genoss die Aufmerksamkeit und die Streicheleinheiten sichtlich.

„Die Körpersprache des Hundes zu lesen, ist auch für uns Hundebesitzer die größte Herausforderung.“

Zuerst berichtet sie von ihrer Arbeit als Welpentrainerin und geht auf die vielen Fragen der Schülerinnen und Schüler ein, zum Beispiel: Wie lernen Hunde am besten? Tatjana Fromm erklärt: „Im Prinzip so, wie wir Menschen auch. Manche Sachen, indem man sie zeigt, manche durch Beobachtung und man kann auch mit Keksen als Belohnung arbeiten, so wird er über das Futter geformt. Irgendwann kommt das entsprechende Kommando dazu. Wichtig sind viele Wiederholungen.“

Die ersten zwei Jahre sind die wichtigsten in der Erziehung eines Hundes. Mit vier Jahren sollte er dann erzogen sein, denn mit ungefähr drei bis vier Jahren ist ein Hund schon erwachsen. Aber Hunde lernen eigentlich nie aus und man muss ihnen immer wieder zeigen, wie sie Hindernisse im Alltag bewältigen. So zum Beispiel auch Cookie, der nie geübt hat, eine lange Treppe wie die im Schulhaus runterzulaufen und kurzerhand getragen werden muss.

Das Leben mit Hund

Was verändert sich im Leben, wenn man einen Hund hat? Darauf gibt Ehrenämtlerin Fromm eine klare Antwort: „Die Wohnung ist immer dreckig, die Klamotten sind meistens dreckig, man hat weniger Schlaf und muss ständig aufpassen, dass einem das Essen nicht geklaut wird.“ Dafür habe man aber auch viel mehr Freuden, denn: „Hunde sind Freund, verlässlicher Begleiter und Sportkamerad“, so Schick und Fromm.

Zeit und Geld

Viel Zeit und etwas Geld sollte man ebenfalls mitbringen, wenn man sich einen Hund anschaffen will: Hundesteuer, Hundefutter, Tierarzt und Hundeschule gibt es schließlich nicht umsonst. Die Hundeschule kann helfen, Geduld und Kommandos zu lernen. Für sportliche und aktive Hunde gibt es im Verein sogar Hundesportarten. Trainerin Andrea Schick erklärt, wie Flyball funktioniert: Dabei muss der Hund nacheinander vier Hürden laufen und am Ende des Parcours den Ball fangen, der aus der Flyball-Box springt. Den bringt er dann über die Hürden zurück und der nächste Hund darf losrennen, quasi wie Staffellauf.

Die 5c hatte einen wirklich kuscheligen und wunderschönen Vormittag, der gezeigt hat, wie viel Spaß das Lernen über Tiere machen kann, wenn sie mit im Klassenzimmer dabei sind.