Sonderveröffentlichung

Weihnachts- und Neujahrsglückwünsche Der Nikolaus und das Wunder der vollen Getreidesäcke

Ein Tag, der Kinderaugen zum Leuchten bringt: Das Fest zu Ehren des Heiligen Nikolaus am 6. Dezember hat seinen religiösen christlichen Ursprung in einer echten Geschichten eines echten Bischofs.

Bischof Nikolaus von Myra lebte vor langer Zeit in einem Gebiet, das heute zur Türkei gehört. Bild: zatletic/Adobe Stock

02.01.2025

Der Nikolaustag am 6. Dezember ist einer der Höhepunkte der Vorweihnachtszeit. Besonders Kinder freuen sich darauf, in ihren Stiefeln allerlei Leckereien zu finden. Und auch Geschichten gibt es zum Nikolaus so einige. So wie diese hier, die das Erzbistum Paderborn auf seiner Website zur Verfügung stellt.

Nikolaus und das Kornwunder
In der Heimatstadt von Nikolaus, die Myra hieß, kam es eines Tages zu einer schrecklichen Hungersnot. Es war unerträglich heiß und hatte seit Wochen nicht geregnet. Das Getreide auf den Feldern war deshalb vertrocknet und die Früchte an den Bäumen wuchsen kaum. Wohin Nikolaus auch kam, hörte er das Leid der Menschen: „Bischof Nikolaus“, klagten die „wir haben schrecklichen Hunger. Bitte, tu doch etwas!“

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Wie gerufen kam da die Nachricht von der Ankunft eines Schiffs im Hafen von Myra. Du glaubst es nicht: Es war bis oben gefüllt mit Getreide. Bischof Nikolaus eilte gleich in den Hafen, um die Seeleute um Hilfe zu bitten: „Bitte gebt doch den Menschen hier von eurem Korn etwas ab, damit sie sich Brot daraus backen können. Sonst werden sie hungern und sterben.“

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Aber die Seefahrer wollten das Getreide nicht teilen. Denn es war für den Kaiser in Byzanz bestimmt und genau abgewogen. Der Kapitän fürchtete, vom Kaiser bestraft zu werden, wenn er weniger Getreide mitbrachte. Nikolaus aber sagte: „Gott wird für euch sorgen. Es soll vom Korn nichts fehlen, wenn ihr beim Kaiser ankommt.“ Da gab der Kapitän den Befehl, einen Teil des Getreides abzuladen. So wurden die Menschen in Myra alle satt. Ja, es war sogar noch Korn übrig, das auf den Feldern ausgesät wurde. Und die Seeleute? Die staunten nicht schlecht, als ihre Lieferung beim Kaiser schließlich gewogen wurde. Kein einziges Getreidekorn fehlte. Was für ein Wunder! Ganz wie der gefüllte Kinderstiefel...


dpa


Wer war Nikolaus von Myra?

Bischof Nikolaus von Myra ist einer der bekanntesten Heiligen der Ostkirchen und der lateinischen Kirche. Myra ist eine antike Stadt. Heute trägt sie den Namen Demre und liegt in der türkischen Provinz Antalya. Nikolaus wirkte dort in der ersten Hälfte des 4. Jahrhundert.

Es gibt nicht viele belegte Tatsachen zum Leben von Nikolaus. Doch ist bekannt, dass er im Alter von 19 Jahren zum Priester geweiht wurde und Abt des Klosters Sion war. Im Jahr 310 wurde er im Zuge der Christenverfolgung gefangen genommen und gefoltert.

Nikolaus kam aus einer wohlhabenden Familie und hatte einiges Vermögen geerbt. Dieses behielt er jedoch nicht für sich, sondern verteilt es an arme und notleidende Menschen.