Bereit für die große Chance
Sonderveröffentlichung

Berufswahl & Zukunft Bereit für die große Chance

Raus aus der Schule und ab ins Berufsleben. Es könnte so einfach sein - wenn da nicht die Bewerbung wäre.

Mit der Bewerbung fängt alles an. Foto: Alexander Raths/adobe.stockcom

24.07.2023

Ob Ausbildung oder (duales) Studium: Das Ende der Schulzeit und der Schritt ins Berufsleben sind große Einschnitte im Leben junger Menschen. Doch bevor es richtig losgeht, steht noch die Bewerbung für einen Ausbildungs- oder Studienplatz an. Und die kommt so manchen vor wie ein unüberwindbarer Berg - was soll man da bloß reinschreiben?

Je früher man weiß, in welche Richtung es nach dem Schulabschluss gehen soll, desto besser. Dann bleibt genügend Zeit, um eine ordentliche Bewerbung zu erstellen. Doch wie sieht die eigentlich aus? Der Bewerbungsbereich entwickelt sich ständig weiter, natürlich vor allem auch wegen der zunehmenden Digitalisierung. So wurde die gedruckte Bewerbungsmappe mittlerweile fast vollständig von der E-Mail-Bewerbung bzw. von Online-Bewerberportalen abgelöst. Und nicht zuletzt aufgrund der Pandemie finden viele Vorstellungsgespräche online statt. Aber das muss nicht nur Nachteile haben. Wer sich zum Beispiel in der erweiterten Region bewirbt, spart so lange Anfahrten, Zeit und Geld.

Für einen guten ersten Eindruck

Was ist nun aber bei einer Bewerbung wichtig? Erst mal geht es um Formales. In einer Ausschreibung steht meist drin, wie man sich bewerben soll: Also ob eine E-Mail-Bewerbung, eine klassische Bewerbungsmappe oder die Bewerbung über ein bestimmtes Portal gewünscht wird. Daran sollte man sich auf jeden Fall halten, denn es hat durchaus einen Grund, warum Unternehmen eine bestimmte Bewerbungsform bevorzugen. Ebenfalls wichtig ist eine ordentliche E-Mail-Adresse, die so aussieht: vorname.nachname@provider.de. Varianten mit Spitz- und Kosenamen haben in einer Bewerbung nichts verloren. Zudem sollten Jugendliche darauf achten, wie sie sich in sozialen Netz wie TikTok, Facebook oder Instagram präsentieren. Denn natürlich werden Personalverantwortliche ihre Bewerber googlen. Also Profile lieber auf privat stellen. Für den Text sollte man eine klassische Schriftart wie Arial, Calibri oder Times New Roman verwenden - bitte nichts Verschnörkeltes.

Zudem gilt: Rechtschreibung und Zeichensetzung sind bei digitalen Bewerbungen sehr wichtig. Lieber nochmal jemanden Korrekturlesen lassen. Und das Bewerbungsfoto? Das ist auch heute noch in den meisten Bewerbungen wichtig. Nur sehr wenige Unternehmen verzichten darauf. Und ja, der Gang zum Fotografen lohnt sich dafür auf jeden Fall.

Anschreiben, Lebenslauf, eventuell noch ein Motivationsschreiben und die Zeugnisse - ganz schön viel. Um es den Personalverantwortlichen leichter zu machen, sollte man die Dokumente bündeln. Geht die Bewerbung digital an das Unternehmen, eignet sich für Dokumente das Dateiformat PDF. Das kann an jedem Rechner geöffnet werden und es verschieben sich keine Zahlen oder Absätze. Die Gesamtdatenmenge sollte, wenn nichts anderes angegeben ist, nicht größer als 5MB sein und aus drei Teilen bestehen: Anschreiben, Lebenslauf und die Zeugnisse, zusammengefasst zu einem Dokument.

Tipps fürs Online-Gespräch

1. Gute Beleuchtung: Beim Vorstellungsgespräch sieht einen der potentielle zukünftige Arbeitgeber zum ersten Mal. Da sollte man einen guten Eindruck machen - und dafür ist die Beleuchtung unglaublich wichtig. Denn: Niemand möchte aussehen, als hätte er mehrere Nächte durchgefeiert. Die Lichtquelle sollte direkt vor einem platziert werden. Vermeiden sollte man Licht von der Seite oder von hinten. Am besten testet man die Lichtsituation vor dem eigentlichen Gespräch.

2. Verlässliche Technik: Nichts ist schlimmer als eine miserable Audioqualität. Ein Rauschen oder Knacken stört ohne Ende und man kann keine Frage ordentlich beantworten, wenn es Tonaussetzer gibt. Es lohnt sich daher, in ein gutes Headset samt Mikro und in eine gute Kamera (falls der Laptop keine eingebaute Kamera hat) zu investieren.

3. Ruhe ins Bild bringen: Der Hintergrund sollte möglichst ruhig sein, wie zum Beispiel eine weiße Wand oder ein Bücherregal. Wer in seiner Wohnung keinen passenden Platz findet, kann - im für das Gespräch vorgesehenen Programm - einen passenden digitalen Hintergrund auswählen. Bei der Auswahl der Kleidung sollte man auf Muster wie Karos, Streifen oder Punkte verzichten.

4. Störungsquellen vermeiden: Im Vorstellungsgespräch ist es wichtig, vollkommen konzentriert zu sein. Daher gilt: Handy aus, Festnetz abschalten und Musik aus. Und alle Haushaltsmitglieder darüber informieren, dass sie das Zimmer nicht betreten sollen, solange die Tür geschlossen ist. Eine gute Idee ist es, einen gut sichtbaren Zettel an die Tür zu hängen: Bitte nicht stören! Dann wissen alle sofort Bescheid und platzen nicht rein.

Von Anne Schur/pm