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Zimmerer-Innung Rohstoff mit Zukunft

Materialien: Holz ist zum Bauen bestens geeignet: Es ist gut für die Umwelt und nachhaltig.

Holz ist ein wertvoller Rohstoff, der sich bestens zum Bauen eignet. Wer mit Holz baut, tut etwas für die Umwelt und fürs Klima. Foto: dpa

26.04.2021

Das weltweit höchste Holzhaus steht in Norwegen. Der „Mjøsa Tower“ ist 85,4 Meter hoch. Die Norweger hoffen auf die Strahlkraft als Vorbild für ökologisches Bauen. Doch was kann Holz als Baustoff?

Was mit Holz alles möglich ist, das haben die vergangenen Jahre gezeigt. Holz als Baustoff wird nicht nur für den Bau von Ein- und Zweifamilienhäusern genutzt, heute lassen sich mit Holz sehr viele verschiedene Gebäude verwirklichen – vom Mehrfamilienhaus über Schulen bis hin zu Universitätsgebäuden oder Hochhäusern wie in Norwegen. Holz als Baumaterial wird also mehr und mehr in die Innenstädte gebracht.

Besondere Eigenschaften

Doch nicht überall lassen die Bauordnungen Holz für tragende Bauteile zu. Das liegt oft an alten Brandschutzvorschriften. An der Technischen Universität München laufen daher Brandversuche und andere Materialtests mit Holz. Sicher ist: Verbautes Holz ist ein Beitrag zum Klimaschutz.

Denn Holz wirkt sich aufgrund seiner Eigenschaft, der Atmosphäre Kohlendioxid zu entziehen und den enthaltenen Kohlenstoff langfristig zu speichern, positiv auf die Umwelt aus. Je mehr mit Holz gebaut wird, umso mehr Kohlenstoff bleibt über viele Jahre gebunden. Damit trägt der Holzbau entscheidend dazu bei, den Kohlendioxid-Gehalt in der Luft zu senken.

Und: Holz ist ein nachwachsender Rohstoff, das Bauholz kommt aus dem Wald. Doch die Bäume sind in jüngster Zeit wegen Trockenheit zum Teil massiv geschädigt. Daher spricht man sich bei Holzbau Deutschland, dem Bund deutscher Zimmerer, für eine nachhaltige und sparsame Holzverwendung aus.

Holzrahmenbau im Kommen

Um den Holzverbrauch im Allgemeinen so gering wie möglich zu halten, sieht der Vorstand von Holzbau Deutschland die Holzrahmenbaukonstruktion als besonders geeignet. Sie benötige weit weniger Holz als andere Bauweisen und sei damit noch deutlich ressourcenschonender. Darüber hinaus ließen sich mit dem Holzrahmenbau energie- und flächensparende Gebäude mit sehr guten Dämmwerten bei relativ geringen Wandstärken errichten.

Um mit Holz nicht nur verantwortungsvoll umzugehen, sondern es auch ressourcenschonend einzusetzen, solle der regionale Holzvorrat bestmöglich genutzt werden, so der Vorstand von Holzbau Deutschland. Dazu gehöre auch, dass Holz, das durch klimatische Einflüsse oder den Borkenkäfer betroffen ist, zum Einsatz kommt. Das sogenannte Kalamitätsholz besitze konstruktiv die gleiche Qualität wie herkömmliches Schnittholz und könne daher ohne Einschränkungen im nicht sichtbaren Bereich verbaut werden.

Beste Voraussetzungen

„Der Holzbau bietet beste Voraussetzungen, um nachhaltig und ressourcenschonend zu bauen und gleichzeitig den Wohnungsbau voranzubringen“, ist Peter Aicher, Vorsitzender von Holzbau Deutschland, überzeugt. Damit der Rohstoff Holz auch in Zukunft verfügbar ist, setze man auf eine nachhaltige Forstwirtschaft, bei der nur so viel Holz aus dem Wald entnommen wird, wie nachwächst. So bleibe die Rohstoffverfügbarkeit gewährleistet. ots/pm Holzbau Deutschland