Sonderveröffentlichung

Tagblatt in der Schule Dem Tübinger Trinkwasser auf der Spur

Wie ist es möglich, dass man Wasser einfach aus dem Hahn trinken kann und wie kommt es überhaupt in alle Häuser? Das fragte sich Klasse 4c der Grundschule Winkelwiese/WHO.

04.03.2025

Am 10. Dezember 2024 besuchte die Klasse 4c der Grundschule Winkelwiese/WHO mit einigen Fragen im Gepäck den Wassermischbehälter auf dem Sand.


Wie ist es möglich, dass man Wasser einfach aus dem Wasserhahn trinken kann und wie kommt es überhaupt in alle Häuser?

Der Wassermeister Ralf Deninger zeigte der Klasse den Wassermischturm und die große Halle, in der das Trinkwasser von Tübingen nach dem Mischen gelagert wird. In Tübingen gibt es insgesamt neun Trinkwasserbehälter. In einem hohen Mischturm wird das Wasser aus dem Bodensee und das Grundwasser von Tübingen gemischt.

Aber wieso muss das Wasser eigentlich gemischt werden? Unser Grundwasser hier ist sehr kalkhaltig, deswegen wird es mit Bodenseewasser, das über eine sehr lange Leitung nach Tübingen gepumpt wird, gemischt“, erklärte Ralf Deninger.

Das Wasser wird in einem großen Mischturm durchmengt und anschließend in ein riesengroßes Speicherbecken (4.000.000 Liter passen dort rein) befördert. Das Wasser lagert dort etwa einen halben Tag und wird dann über ein Rohrsystem in die Häuser verteilt, wo es dann aus dem Wasserhahn getrunken werden kann. Das Speicherbecken faszinierte uns sehr. Es sieht aus wie ein großes, dunkles Schwimmbad.

Das Trinkwasser wird von dort aus mit drei großen und zwei kleinen Pumpen verteilt. Die drei großen Pumpen versorgen die Nord- und Südstadt und die zwei kleinen Pumpen versorgen Derendingen, Lustnau und die Altstadt. Der Behälter verteilt pro Tag rund zwölf Millionen Liter Wasser in Tübingen. Ganz schön viel!

Ralf Deninger und seine Kolleginnen und Kollegen sind meistens nicht vor Ort, sondern steuern und beobachten alles von ihrer Leitzentrale aus. Sie kommen normalerweise nur für Reparaturen und zur Entnahme von Wasserproben zum Behälter. Das Tübinger Grundwasser wird nicht aufbereitet. Deshalb ist es wichtig, dass wir keine Schadstoffe in die Umwelt kippen.

Ob das Wasser auch wirklich gut schmeckt, durften wir selbst testen. Wir konnten entweder das reine Bodenseewasser oder die Mischung mit dem Tübinger Wasser probieren und uns sogar eine kleine Flasche davon abfüllen.

Beeindruckt und mit vielen Antworten auf unsere Fragen verabschiedeten wir uns von Herrn Deninger und bedanken uns für eine tolle Führung durch den Wassermischbehälter auf dem Sand.